| | Am Donnerstag, 18. September 2003, hat <xmlcity:berlin> in den Räumen der IHK Berlin, Fasanenstr. 85, einen Roundtable zum Thema "Inhalts- und Wissensmanagement" veranstaltet.
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Neben Einführungs- und Überblicksvorträgen zum Thema lag der Schwerpunkt der Veranstaltung auf Erfahrungsberichten von Firmen, die im Bereich Inhalts- und Wissensmanagement Anwendungsprojekte durchführen. Abgerundet wurde das Programm durch eine Podiumsdiskussion über Trends und Zukunftsaussichten des Inhalts- und Wissensmanagements.
Programm
Abstracts
Prof. Dr. Robert Tolksdorf (FU Berlin): Vom dokumentenorientierten Inhaltsmanagement zum wissensorientierten Semantic Web
Heutige Netzbasierte Systeme haben ihre Wurzeln als dokumentenorientierte Hypertexte. XML erlaubt eine reiche Dokumentenauszeichnung mit hoher Austauschbarkeit. Um aber Informationen zugaenglich zu machen die Bedeutung von Dokumenten und der darin enthaltenen Daten kenntlich gemacht sein. Die Semantic Web Initiative entwickelt solche Technologien, das Hauptaugenmerk muss sich zunehmend auf die Realisierung des Semantic Web in realer Anwendung konzentrieren.
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Ronald Melster (FhG-FIRST): Konzepte und Praxistauglichkeit der Wissensvisualisierung
Visualisierungen werden seit Beginn der Wissenschaften genutzt, um komplexe Zusammenhänge darzustellen und Wissen zu transferieren. Diese Diagramme und Modellzeichnungen wurden dazu von Hand erstellt. Mit der weiten Verbreitung leistungsfähiger und vernetzter Rechner wird die direkte Visualisierung aus Wissensbasen möglich. Heutige Visualisierungsmöglichkeiten werden jedoch noch selten genutzt.
Der Vortrag wird Formen und Softwarepakete zur Wissensvisualisierung vorstellen und auf deren Praxistauglichkeit hin untersuchen.
Dazu werden
- verschiedene Nutzungsformen (Suche und Navigation) in Wissensnetzen dargestellt,
- Kriterien für die Verwendbarkeit von Internet-Anwendungen erörtert und
- Möglichkeiten der Visualisierung vorgestellt.
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Uwe Küssner (neofonie GmbH): Standortübergreifendes Knowledge Management mit Peer-to-Peer-Netzwerken
Viele Vorhaben zur Einführung von Knowledge-Management-Systemen in Unternehmen scheitern daran, dass Knowledge Management implizit mit Technologie gleichgesetzt wird. Dies bedeutet jedoch noch lange nicht, dass Knowledge Management keine angemessene technische Unterstützung benötigt. Am Beispiel der Projektierung für Knowledge Management über Unternehmensstandorte hinweg auf der Basis eines Peer-to-Peer-Netzwerkes zeigen wir auf, wie die sinnvolle Kombination moderner Technologien zu einer maßgeschneiderten Lösung mit echtem Nutzen sowohl für das Unternehmen als auch für die Nutzer führt.
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Dr. York Sure (Universität Karlsruhe, Ontoprise GmbH): Anwendungen semantischer Technologien
Am Institut AIFB der Universität Karlsruhe, am Forschungszentrum Informatik (FZI) Karlsruhe, sowie im AIFB-Spin Off Ontoprise GmbH werden neue Technologien, anwendungsorientierte Einsatzszenarien, sowie marktfähige
Produkte und Kundenprojekte im Umfeld "semantischer Technologien" auf der Basis ontologischer Modellierungen von Anwendungsbereichen erarbeitet.
Marktreife Anwendungen von Ontologien gibt es heute insbesondere im intelligenten Dokumentenmanagement, bei der Integration von Informationen aus unterschiedlichen Quellen und als Basis fortgeschrittener wissensbasierter Anwendungen, z.B. für die Konservierung von Konfigurationswissen im Produktentwicklungsprozess. Innovative Szenarien aus der Forschung gibt es beispielsweise in den Bereichen des intelligenten
Human Resource Managements und beim Datenaustausch-sowie der Dienste-Identifikation in Web Service-, Peer-to-Peer-und Grid-Applikationen. Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick über den Stand Ontologie-basierter
Technologien und beleuchtet einige kommerzielle Anwendungen aus diesen Bereichen etwas eingehender.
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Dr. Frauke Weichhardt (Semtation): Wissensmanagement-Strukturen mit SemTalk
Technische Wissensmanagementlösungen erfordern einerseits einheitliche Begriffssysteme zur Indizierung von Dokumenten, andererseits flexible, personalisierbare Navigationsstrukturen um die Dokumente rollenspezifisch im aktuellen Kontext effizient auffinden zu können. Die Ausarbeitung solcher Begriffssysteme und Kontexte ist eine sehr aufwendige, diskussionsintensive Aufgabe, die oft von zentralen Stellen im Unternehmen durchgeführt wird. Das Erstellen von Prozessdokumentation für das Qualitätsmanagement oder im Zuge einer Softwareeinführung sind verwandte, vergleichbare Tätigkeiten.
Unser Ansatz ist es, Fachabteilungen in die Lage zu versetzen diese Aufgaben in eigener Regie angehen zu können, aber trotzdem die erforderliche Konsistenz des gesamten Begriffssystems oder Prozessmodells zu wahren. Unser Produkt SemTalk ist ein Add-On für MS-Visio, das es auch gelegentlichen Nutzern möglich macht ihr Wissen in graphischen Modellen auszudrücken und anhand dieser Modelle zu diskutieren. Unter Nutzung der XML-basierten Standards zur Wissensrepräsentation werden unternehmensinterne und unternehmensübergreifende Wissensnetzwerke, so genannte „Ontologien“, erstellt. Analog zum Intra- oder Internet mit seinen verlinkten Dokumenten entsteht ein Netzwerk aufeinander aufbauender Wissenseinheiten, die neben dem direkten Wissenstransfer auch zum Finden von Dokumenten oder als Indexstruktur für ein traditionelles dokumentbasiertes Wissensmanagentsystem dienen.
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Dr. Birte Schmitz (BearingPoint): Optimierung der Qualitätssicherung als Einstieg in unternehmensweites Wissensmanagement
Welche Probleme führen ein Unternehmen dazu, sich mit den Thema Wissensmanagement zu beschäftigen? Wie wird Wissensmanagement in der Praxis eingeführt? Welche Aspekte müssen dabei berücksichtigt werden? Was sind die kritischen Erfolgsfaktoren? Diese und ähnliche Fragen werden in dem kurzen Vortrag anhand eines konkreten Praxisbeispiels beantwortet. Dabei wird ein Vorgehensmodell zur Einführung von Informations- und Wissensmanagement vorgestellt, das sich in der Praxis bei ganz unterschiedlichen Kunden bewährt hat.
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