BPM (Business Process Management) hat sich in den letzten Monaten zu einem viel verwendeten Schlagwort entwickelt. Noch bildet BPM einen sehr heterogenen Markt, in den Softwareherstellern unterschiedlichster Ausrichtung drängen. BPM umfasst vor allen Dingen
- die Modellierung komplexer Geschäftsprozesse,
- die Automatisierung von systemübergreifenden Prozessen oder Workflows (EAI)
- die Auswertung von Prozessausführungen (Business Intelligence)
Der Workshop gab einen Überblick über aktuelle Trends und Tendenzen im Bereich „Business Process Management“. Im Mittelpunkt der Vorträge, die Sie größtenteils unten downloaden können, standen dabei Erfahrungsberichte aus Anwendungsprojekten in unterschiedlichen Branchen.
Wenn Sie Fragen zu der Veranstaltung haben, schicken Sie bitte eine Mail an bpm@xmlcityberlin.de.
Programm (Änderungen vorbehalten)
Abstracts
Dr. Thorsten Wichmann (Berlecon Research): BPM - Vision und Nutzen für Anwender
BPM bildet sich gegenwärtig als eigenständiger Markt heraus. Der Vortrag präsentiert die BPM zugrunde liegende Vision und den Nutzen, den BPM für Anwender verspricht. Ein zentrales Element der Vision ist das Zusammenwachsen zurzeit noch getrennter Funktionalität in den Bereich Prozessmodellierung, EAI und Business Intelligence.
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Claudia Meier (Gedilan): Umwandlung einer Privatbank zur Multikanalbank für den Signal Iduna Konzern – die Prozesskette als Sicherheitsanker
Anhand des Fallbeispiels der Conrad Hinrich Donner Bank wird gezeigt, wie durch Umsetzung und Visualisierung der Prozesse mit Nautilus und einer adäquaten, prozessorientierten Veränderungskommunikation die Neuausrichtung eines Unternehmens hin zu Markt und Kunden gelingen kann.
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Dr. Torsten Schmale (inubit): Mit EAI und BPM zum Real-Time Enterprise
Optimierte und effiziente Geschäftsprozesse werden zunehmend als Schlüsselelemente wettbewerbsfähiger Unternehmen verstanden. Bislang getrennte Systemansätze für die Modellierung (BPM), Ausführung (EAI) und die Analyse (BI) von Geschäftsprozessen sind einem starken Konvergenztrend unterworfen und führen zu einer neuen Produktgattung. Diese Systeme erlauben Unternehmen ihr Geschäftsprozessmodell in das Zentrum Ihrer IT-Landschaft einzubringen, diese prozess-zentrisch zu steuern und durch Rückkopplung von IST-Daten in das fachliche Prozessmodell eine schrittweise Transition zum Real-Time Unternehmen zu vollziehen. Dieser Vortrag erläutert den strukturellen Veränderungprozess anhand des Kundennutzens, eines Kundenbeispiels und zeigt den Stand der Technik auf.
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Utz Zarwell (GÖK Consulting AG): Prozessoptimierung im Krankenhaus am Beispiel des OP
OP-Logistik in deutschen Krankenhäusern ist heute vorrangig von folgenden Grundsätzen geprägt: Operationen und die dafür benötigten Materialien sind nicht planbar, für möglicherweise eintretende Fälle müssen Verbrauchsmaterialien, medizinische Geräte und Instrumente sofort verfügbar sein. Diese Rahmenbedingungen und die hohen
Anforderungen an die Krankenhausversorgung machen optimale Logistik- und Prozessabläufe zwingend erforderlich. In den meisten deutschen Krankenhäusern werden die Anforderungen an die Logistikprozesse heutzutage aber eher pragmatisch gelöst: Güter und Instrumente werden fast immer in zu hohen Mengen gelagert und logistisch ineffizient gehandhabt.
In diesem Vortrag wird einigen aktuellen Fragen nachgegangen und anhand von praktischen Beispielen zukunftsweisende Lösungen vorgestellt.
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Sebastian Pleister (Avinci): Geschäftsprozessmanagement und System-Entwicklung: Vom Geschäftsmodell zum Geschäftssystem
Von klassischen Reorganistionsprojekten über die Konzeption innovativer Geschäftsmodelle bis hin zur Entwicklung von Web-Applikationen steht die Gestaltung von Abläufen im Mittelpunkt einer Vielzahl von Projekttypen. Häufig gestaltet sich jedoch die "Übersetzung" der fachlichen Prozessmodelle in IT-Spezifkationen schwierig: Anhand von Praxisbeispielen werden methodische und organisatorische Hilfsmittel für einem optimierten Übergang von der Fach- in die IT-Sicht entwickelt.
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Gertjan Rooijakkers (BlueScreen): Das Credit Proposal Management bei DaimlerChrysler im BPM-Kontext
Das Kürzel "BPM" erinnert in vielerlei Hinsicht an die Herangehensweisen, die uns an BPR Zeiten (Business Process Reengineering) zurückdenken lassen. Das sich im globalen Kontext BPM-Anforderungen grundlegend geändert haben, und wie diese von BlueScreen umgesetzt werden, damit für die Zukunft Flexibilität auf der Management- und Prozess-Ebene von Applikationen gewährleistet bleibt, wird anhand des BPM Modells für DCS CPMS präsentiert.
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Thomas Grempe (Perdata): Modellieren statt zu Programmieren - Armida gießt Prozesse in Software
Vorgestellt wird eine Lösung, die modellierte Prozesse mit Hilfe eines einfachen Customizing-Tools zu ablauffähigen Anwendungen macht. Wie sich eine solche Software direkt aus dem Prozess "herleitet", wird an einer Referenz-Verfahrenslösung gezeigt.
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Christian Fillies (Semtation): Ontologie-basierte Prozessmodellierung mit SemTalk
Wie können auch große Prozessmodelle wiederverwendbar und konsistent erstellt und gewartet werden? Wie können die Modelle bereichsübergreifend verwaltet und koordiniert werden? Wie kann man Modelle auf einfache Weise in verschiedenen Sprachen erstellen und warten? Zusammengefasst: Warum ersetzt das "Semantische (Prozess-) Web" die unflexiblen Repositories bzw. Datenbanken. Am Beispiel der ISO2002 Zertifizierung bei Bayer Material Science u.a. wird dargestellt, wie diese Anforderungen mit einem "intelligenten", modellierungsmethoden-unabhängigen Werkzeug, das in Microsoft Visio eingebettet ist, gelöst wurden.
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