Zur Optimierung von zwischenbetrieblichen Geschäftsprozessen werden im Rahmen des EU Projektes "openXchange" Verfahren und Technologien entwickelt. Am 1. Oktober 2002 wurde vom internationalen Projektkonsortium, dessen technischer Koordinator das Fraunhofer IAO ist, eine ebXML-konforme (Electronic Business XML) Referenzarchitektur für die Optimierung, Intergration und Ausführung von zwischenbetrieblichen Geschäftsprozessen verabschiedet.
Diese gliedert sich in vier Entwicklungsphasen:
- Modellierung (modelling)
- Profilbildung (profiling time)
- Vereinbarung (agreement time)
- Transaktion (transaction time)
Ein Unternehmen durchläuft nacheinander diese Phasen. Ziel ist es, auf Basis eines idividuellen Unternehmensprofils systemgestützt eine Vereinbarung auszuhandeln. Diese beschreibt, wie beide Partner automatisiert unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse ausführen können. Alle Dokumente, die während der Phasen zum Einsatz kommen sind XML basiert.
Der Standard ebXML wurde als Rahmenwerk für die Referenzarchitektur gewählt, da dieser auf den Entwicklungen eines weltweit aufgestellten Teilnehmerkreises basiert und somit optimale Vorraussetzungen für eine breite Akzeptanz in der Wirtschaft bietet.
Innerhalb des Projektes "openXchange" sollen im nächsten Schritt verschiedene Anwendungen der Referenzarchitektur als Pilotapplikationen erstellt werden; u. a. in den Bereichen Katalog-basierter Einkauf, Zeitarbeit und im Einkauf der Niederländischen Baubranche.
Unter www.openxchange.org kann man sich für das "Network of Expertise (NoE)" anmelden. Mitglieder des NoE erhalten kostenfrei Informationen zu Entwicklungen und Veranstaltungen sowie Projektberichte. Ausserdem können sie aktiv über Projektentwicklungen diskutieren.
An dem im Februar diesen Jahres gestarteten Projekt beteiligen sich elf europäische Partner aus den Bereichen Forschung, Software-Entwicklung und Anwendung. Die Laufzeit beträgt 30 Monate.
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